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7.7.2010 von admin.
Seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts bis zur Wende wurden in der jetzigen Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG, damals nach der Enteignung unbenannt in SPEMAFA, die TUFÜMA 50 und die ALLFÜMA 50, Abkürzungen für Tubenfüllmaschine und Allesfüllmaschine, produziert. Beide Maschinen waren in Gusseisen hergestellt, besaßen auffallend runde Formen und waren für die damalige Produktionsweise für den halbautomatischen Gebrauch bestimmt. Die Mechanik war in der besten Maschinenbautradition hervorragend, aber sehr aufwändig konstruiert. Konnte man mit der TUFÜMA Aluminiumtuben abfüllen und verschließen, so war die ALLFÜMA für die Dosenabfüllung vorgesehen. Die Zuführung erfolgte von Hand, die Produktzuführung wurde mit Trichter bewerkstelligt. Von den Maschinen wurden allein im Tubenfüllbereich über 1200 Exemplare hergestellt.
Die Märkte haben sich zwar verändert, aber die unterschiedlichen Entwicklungen führen dennoch fast zwangsläufig zu gleichen Gedankengängen. Eine halbautomatische Maschine, die sich extrem leicht und schnell umrüsten lässt, trägt der Entwicklung der sich immer schneller veränderten Martkanforderungen in bestimmten Bereichen am besten Rechnung. Nicht mehr die niedrigen Lohnkosten lassen eine halbautomatische Maschine sinnvoll erscheinen, sondern – im Gegenteil – vergleichsweise sehr hohen Lohnkostenanteile führen zur Anforderung sehr geringer Stillstandszeiten, wenn oft Formate gewechselt werden sollen. Und so sind beide Anforderungen gleichzeitig mit dem gleichen Maschinenkonzept zu erfüllen. In Ländern mit niedrigen Lohnkosten genauso wie mit Ländern im hohen Lohnkosten eignet sich eine halbautomatische Maschine gleichermaßen.
Aus diesen Gründen lässt Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG das TUFÜMA und ALLFÜMA-Konzept wieder aufleben und entwickelte es weiter, als Modelle TU25 und AL25. Selbstverständlich die beide Maschinen nicht mehr aus Gußeisen, sondern in Edelstahl AISI 304 und 316L gebaut. Und die TU-25 kann alternativ Tuben aus Aluminium und Kunststoff füllen und verschließen, dank eine sog. „Wechselkopfes“, der eine Umrüstung auf beide Tubenmaterialien ermöglicht. Aufgrund seines Designs ist eine Umrüstung bei verschiedenen Tubenformaten fast „blitzschnell“ möglich: alte Tubenhalter herausheben, neue einsetzen. Schnelle Zerlegung der produktführende Teile und Reinigung oder simpler Austausch der Füllzylinder und -kolben. Bei der Variante mit Schweißbacken ist das alles. Die Heißluftvariante ist angebracht, wenn besonders hohe optische Anforderungen an die Schweißnaht, unabhängig von Tubenmaterialbeschaffenheit und Querschnitt, gestellt werden. In diesem Fall ist dann nur bei unterschiedlichen Querschnitten zu wechseln. Übrigens: sollten sich nur die Tubenlängen unterscheiden, dann genügt ein simples Verstellen des Rundtakttisches! Der Clou: auf der TU25 wird der gleiche Wechselkopf wie auf ihrer vollautomatischen Schwester, der TU55, eingesetzt. Somit können ALU-und PE-Kopf auf beiden Maschinen zum Einsatz kommen, man muss nur einen Wechselkopf vorhalten!
Die AL25, der Retro-Nachfolger der ALLFÜMA 50, ist von gleicher Beschaffenheit und Aufbau wie die TU25. Auf dem Rundtakttisch wird ein Mitnahmestern aufgesteckt, auf dem Dosen mit einem Durchmesser von 10 bis zu 90 mm Platz finden. Befüllen lassen sich Tiegel, Dosen und Flaschen. Mit formschlüssigen Verschlüssen lassen sich auch verschrauben. Der Bediener stellt die Dosen in den Mitnahmestern, die Dosen werden mitgeführt, befüllt, der Deckel manuell aufgesetzt
und anschließend verschraubt.
Bei beiden Maschinen werden kurvengesteuerte Füllmaschinen nach dem Kolbendosierprinzip eingesetzt. Somit können liquide bis hochviskose Produkt mit einer Genauigkeit von 0.5Vol-% abgefüllt werden. Überhaupt sind die Anlagen kurvengesteuert und mechanisch betrieben, nach dem Prinzip „angemessene Technologie“ - es wird die Technik eingesetzt, die für die Produktion am besten geeignet ist. Somit wird auf aufwändige Elektronik verzichtet, die Bedienung erfolgt über ein paar Tasten am Panel.
Sowohl die AL25 als auch die TU25 werden auf Rollen ausgeliefert. Damit sind beide Maschinen flexibel in ihrem Einsatzort – man schiebt sie einfach dahin, wo Platz ist, Strom und etwas Druckluft genügen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl AL25 als auch TU25 die ideale Ergänzung zu den vollautomatischen Varianten TU55 und AL31 darstellen. Wo schnell umgerüstet werden muss, viele Formate verarbeitet werden, kleine Testserien anzufertigen sind – da ist deren richtiges Einsatzgebiet.
Das Unternehmen Gustav Obermeyer, das sich auf den Bereich Pharmazie, Kosmetik, Nahrungsmittel und deren Lohnverpacker konzentriert hat, baut schon seit Jahren Tiegel-, Tuben-, Flaschenfüller sowie Anlagen für Kosmetikprodukte auch für EX-Umgebungen. Gustav Obermeyer fertigt alle Produkt aus seinem Haus in Deutschland und wirbt mit dem Slogan „Really Made in Germany“.
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1.7.2010 von admin.
Es gibt sie noch – die Tubenfüller „Made in Germany“. Und zwar in der Stadt Plauen in Südwestsachsen gelegen, hergestellt von der Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG. Hier werden schon seit den Zeiten der ehemaligen DDR Tubenfüllmaschinen gebaut.Von den 50er Jahren an bis zur Wende wurden neben den sogenannten „Allesfüllmaschinen“, im schönsten DDR-deutsch ALLFÜMA, für Dosenabfüllung auch mehr als 1200 Tubenfüllmaschinen, DDR-Deutsch: TUFÜMA, ausgeliefert. Wer denkt da nicht an die „Sonnenallee“ und den Mufuti oder Bückware?
Nach der Wende baute man das sehr fundierte Know How aus und konzentrierte sich auf die Branchen Kosmetik, Pharmazie und Nahrungsmittel und entwickelte die halbautomatische TUFÜMA 50 und 50.1 kontinuierlich weiter. Mittlerweile stellt das Unternehmen neben Dosen-, Vials- und Flaschenfüllmaschinen auch weiterhin Tubenfüller bis zur mittleren Leistungsklasse von 150 Tuben pro Minute her. „Allerdings“, so der Geschäftsführer Dr. Richter, „liegt unser Augenmerk weniger auf der Leistung von ‘Tuben pro Minute’ als auf der Tagesleistung, wenn mindestens 2-5 x in der Woche umzurüsten ist.“
Sowohl am Markt für Endverbraucher als auch im Geschäft zwischen den Unternehmen zählen heutzutage v.a. die Faktoren Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Andererseits ist jedes Unternehmen um Investitionssicherheit bemüht, denn die sich schnell verändernden Anforderungen verlangen einem möglichst flexiblen Einsatz der langfristig angeschafften Produktionsanlagen. Das Unternehmen hat sich auf die äußerst flexibel reagierenden Käufermärkte eingestellt und legt großen Wert auf sehr kurze Umrüstzeiten. Insbesondere im Bereich Lohnabfüllung, aber auch in Nischenmärkten oder sich erst entwickelnden Märkten benötigen Unternehmen Maschinen, die mit einer möglichst geringen Stillstandszeit auskommen, wenn zwischen verschiedenen Produkten gewechselt wird. Denn Stillstand der Maschine sowie Umrüstungs und Reinigungsaufwand für die Mitarbeiter sind ganz klar Kostenreiber in der Produktion. „Eine Umrüstung des Trockenformats auf unseren einbahnigen Maschinen darf nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch nehmen“, so der technische Vertriebsingenieur Siegfried Gejs der Firma Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG, Plauen. Auch die Reinigungszeiten werden aufgrund fast werkzeugloser Demontierung und Montierung der Fühleinheiten minimiert.
Mit der vollautomatischen TU55 nimmt das Unternehmen Gustav Obermeyer in Anspruch, einer der flexibelsten und zuverlässigsten Tubenfüllmaschinen im Segment bis 60 Tuben p.m. herzustellen. Zielvorgabe bei der Entwicklung der TU55 war, einen Formatwechsel binnen weniger Minuten bewerkstelligen zu können und die Demontage der Fülleinheit so einfach wie möglich zu konstruieren. Dies funktioniert nur mit Einsatz von Elektronik, unter weitgehendem Verzicht auf Werkzeug bei möglichst wenigen Befestigungen, die schnell gelöst werden können. In der TU55 können mittels der auf ELAU-Steuerung (PacDrive) basierten, intelligenten Steuerung mit Touch Screen 99 verschiedene Füllprogramme hinterlegt werden. In der höchsten Ausbaustufe sind alle Tubenabfüllfunktionen – Anhebung, Geschwindigkeit, Füllkurve – sowie die Schließtechnik mittels Servotechnik ansteuerbar. Ein Knopfdruck genügt, um die einmal gefunden Parameter für das Produkt wieder zu aktivieren. Die, wegen der hohen Druckluftkosten, letztendlich sehr teuere Pneumatik wird dagegen sehr sparsam verwendet. Aufgrund einer von der Firma Gustav Obermeyer speziell entwickelten Technik in der Füllmaschine, müssen die Füllmaschine und die anderen Arbeitsstationen nicht in der Höhe angepasst werden. Die Tubenhöhe ist vielmehr anhand einer Arbeitshilfe leicht einzustellen. Dabei gestaltet sich der vollautomatische Betrieb aufgrund der genial einfach zu bedienenden Tubenladestation ganz einfach. Ohne anzuhalten kann das Magazin innerhalb weniger Sekunden beladen werden und der Füllprozess läuft somit kontinuierlich weiter. „Wir zeigen diese Fähigkeit eindrucksvoll in Youtube auf unseren Kanal“, so Dr. Richter. (www.youtube.com/DrObermeyer)
Und speziell für Lohnabfüller und für Kleinserien wurde noch eine kompaktere, halbautomatische Schwester der TU55 entwickelt. Die TU25 wurde „rund“ entworfen und erinnert ein wenig an die erste Tubenfüllmaschine des Unternehmens, die TUFÜMA 50. Die Maschine steht auf Rollen, ist damit verfahrbar und ebenfalls ganz einfach umzurüsten. Da sie als Schließkopf die gleiche Baueinheit wie ihre große Schwester verwendet, kann dieser sogar auf die TU55 installiert werden. Damit wird ein sehr kostengünstiger Migrationspfad gewährleistet. In der einfachsten und kostengünstigsten Variante wird in bei der TU25 das Backenschweißverfahren angewendet. Ein anderes Verfahren ist auf Wunsch jederzeit möglich.
Beide Tubenfüllmaschinen können sowohl mit einem Schließkopf für Metalltuben als auch mit Schließkopf für Kunststoff- und Laminattuben ausgerüstet werden und beide Maschinen sind GMP-gerecht hergestellt, erfüllen somit alle Anforderungen der Pharmaindustrie. Sowohl für die Maschine als auch für den Schaltschrank werden nur hochwertige Materialien aus den Edelstählen AISI 304L und 316L verwendet. Auch für alle anderen Komponenten werden ausschließlich hochwertige und zuverlässige Rohstoffe oder Teile verarbeitet. Denn die Devise der Firma Gustav Obermeyer ist immer: „Nur billig können wir uns nicht leisten, das ist uns zu teuer!!“
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