Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Gustav-Blog für Dezember, 2011.

Dezember 2011
M D M D F S S
« Sep   Feb »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
Kategorien

Archive für Dezember 2011

Bitte nicht bei Bastlern kaufen

… aktuelle Fälle kennen wir genug…

Da werden bei  Maschinenbastlern Anlagen gekauft, weil sie billiger sind. Und das böse Erwachen - auch mit persönlichen Konsequenzen für den Käufer - kommen nachher. Tuben werden nicht richtig verschweißt, die Verschraubung funktioniert nicht.

Ich rate beim Kauf einer Füll- und Verpackungsmaschine immer zu bedenken:

Die Maschine muss nicht nur ein Dutzend Verpackung verschließen könen, sondern Millionen und Abermillionen, immer mit der gleichen Qualität und fehlerfrei. DARIN liegt unser Know und das der seriösen Anbieter!

TWR

Wir bauen auch vergoldete Füll- und Verpackungsmaschinen …

… wenn es der Kunde wünscht.

Manchmal ist es aber so, dass wir unsere Verpackungsmaschinen mit Blattgold belegen könnten und die wären immer noch günstiger als die Entscheidung für die “billigste” Maschine.

So geschehen in Russland, Stand nach 2 Jahren:

Ein großer und renommierter Hersteller von Kosmetikprodukten in Russland benötigte Tiegelfüllmaschinen für eine Kosmetiklinie.

Bei uns frage man zuerst einen Automaten für 80 Stück/min. an. Die aktuellen Produktionszahlen lagen bei rund 700.000 Tiegel im Monat. Als Mitbewerber war uns nur ein weiterer (:)) renommierter Maschinenbauer in Süddeutschland bekannt, der seine  Linie für ca. 500.000 EURO anbot. Aufgrund der Produktionszahlen unterbreiteten wir ein Angebot über eine zweibahnige Tiegelfüllmaschine AL 91-2 Ti und der Kunde überlegte zunächst lange, ob man die Tiegel versiegeln will oder  Einlegescheiben weiter verwenden möchte. Es wurden sehr viele detaillierte Fragen zu allen Operationen gestellt und sich sehr intensiv mit unserer Lösung beschäftigt. Man wollte dabei verschiedene Optionen zu automtatischen Dosen- und Deckelzuführung. Es wurden daraufhin von uns Sortiertöpfe, optional Zentrifugen und Drehteller angeboten und es kam die Info, dass wir der Favorit bei diesem Projekt sind. Der Interessent wollte eine Referenz sehen und wir konnten mehrere Referenzen vorweisen (Man war sehr angetan, dass das renommierte Unternehmen Dr. Theiss Naturwaren unsere Maschinen einsetzt). Anschließend wollte man dann doch lieber 2 einbahnige AL 31 Ti, da man viele Formate hatte und mit 2 Maschinen man größere Mengen herstellen könnte. Unser Handelsvertreter hat den Interessenten auch mehrfach besucht und wir waren noch immer der eindeutige  Favorit. Die Endverhandlung begannen und wurden abgeschlossen.
Und nun erschien ein Billig-Anbieter aus Tschechien (www.*****.cz) auf der Bühne. Der “Mitbewerber” bot 3 Maschinen für gleichen Preis von unseren zwei Maschinen an, konnte allerdings nur ein Video und überhaupt keine gute Referenzen zeigen. Billig, billiger, am billigsten. Man bat uns nun, unsere Maschine mit tschechischen zu vergleichen, wo unsere Vorteile und deren Nachteile liegen. Das wurde gemacht und an Kunden gesendet (die tschechische Maschine war eine Designkatastrophe ohnegleichen). Eine Woche später hat man uns mitgeteilt, dass man sich für ***** entschieden hat (das Unernehmen war 2-3 Wochen am Projekt beteiligt, wir waren ca. 6 Monate ).

So weit, so schlecht. Und nun die Quintessenz:

6 Monate später besuchten uns  Vertreter des russischen Unternehmen auf der Messe in Moskau, auf der wir Tiegelfüller (wie damals angeboten) ausgestellt hatten. Plötzlich war man wieder sehr interessiert, v.a. an unserem Servo-Verschrauber. Man würde gerne diesen in 3 vorhandene ***** Maschinen einbauen, da diese die Tiegel nicht sicher verschrauben können. Die Ausschußquote lag bei über 30% (!!). Natürlich lehnten wir das ab und schlugen stattdessen vor, einen Verschrauber als Maschine bei uns zu kaufen. Man war interessiert, wollte aber zuerst alle 3 Maschinen an ***** retournieren.

1 Monat darauf teilte hat man uns mit, dass von 4 Tiegelformaten und 3 Maschinen jetzt eine Maschine ein Tiegelformat auf ANSCHLAG verschrauben kann (Wow, Klasse, gell?). Weitere 2 Maschinen werden nur als Abfüllmaschinen verwendet. Verschlossen wird von Hand (700.000 Tiegel je Monat !!!)

Und nun, 10 Monate später, kam die Info, dass man versucht mit eigenen Kräfte die 2. Maschine auf eine Flaschenfüllmaschine umzubauen.

Wir kalkulierten daraufhin die derzeitigen Zusatzkosten bei dem Hersteller nach (und vernachlässigten das von ihm eingebüßte Renomee - die Verschrauber arbeiten kontinuierlich und bei Anschlag schrubben die munter weiter, was der Verpackung sicher nicht gut tut). Wir kamen zu dem Schluss:

Wenn der Hersteller bei uns die Maschinen hätte mit Blattgold belegen lassen, dann hätten wir noch einen  Taster mit Diamanten schmücken können: unsere Maschine wäre nicht teurer gekommen als diese tschechischen Billig-Katastrophen.

Billig ist nicht kostengünstig. Gerade das wissen erfolgreiche Unternehmen der Kosmetikbranche! Man sollte vorher kalkulieren und wir bieten gerne Einführungen in die Kosten- und Investitionsrechnung an.

TWR

Die Krux mit der Ehrlichkeit im Maschinenbau

Wir haben uns immer schon das Ziel gesetzt, unsere Kunden nicht hinters Licht zu führen.

Geschäfte zu machen - das ist unser ethischer Anspruch - heißt für uns eine “Win-Win”-Situation zu schaffen. Geschäfte nur des Umsatzes Willen sind bei uns verpönt. Wir finden es unangebracht, uns die Hände zu reiben und uns zu freuen, mal wieder einen Kunden “überzeugt” zu haben, mit welchen Mitteln auch immer.

Und wie sieht es sonst so aus?

Nehmen wir ein Beispiel: die Taktzahl von Verpackungsmaschinen. Da gibt es klare Richtlinien, die in DIN 8743 stehen und nach denen wir uns richten. Wenn wir Taktzahlen angeben (wobei uns “pro Minute”  grundsätzlich ein Greuel ist), dann meinen wir die auch so - der Kunde kann damit rechnen.Bei Tubenfüllmaschinen heißt da: “eine Normaltube (100-120)” mit einem gängigen viskosem Produkt wie Cremes oder Salben. Unsere Maschinen laufen dann die 60 Tuben p.m. oder z.B. 80 Tuben p.m. (siehe http://www.youtube.com/drobermeyer#p/u/8/HfreWJBIbIQ) - und die stehen im Prospekt.

Und wie machen es die Anderen?

Ganz merkwürdige Erfahrungen gibt es mit Herstellern südlich der Alpen:

  • Ein (eigentlich ganz passabler) Hersteller gibt an 120 Tuben pro Minuten. Toll, nicht? Im Kleingedruckten steht dann: “Ohne Tuben und Produkt”. Was, bitteschön, soll ein Kunde denn damit anfangen??
  • Ein andere (nicht ganz so passabler) Hersteller gab Maschinen mit 90 Tuben p.m. an. Nach 10 Jahren kaufte der Kunde bei uns.Der Hersteller brachte keine Leistung über 40 Tuben p.m. zustande, durch eigene Umbaumaßnahmen brachte man die Maschine auf ca. 60 Tuben p.m….

Dieses recht merkwürdige Gebahren gibt es aber nicht nur jenseits der Alpen, sondern auch diesseits:

  • Die Leistungsangabe einen großen Tubenfüllherstellers für eine Maschine ist mit 200 Tuben/min.
    (in Polen durften wir die Leistung stoppen: mit kleinen Tuben max. 180 Tuben/min)

Kartonierer bei deutschen Herstellern:

  • Leistung  Kartonierer 120 St/min. (bei Tuben ist bei ca. 90 Tuben Schluss)
  • Leistung Kartonierer bis 100 St/min (bei Tuben bei ca. 80-90 Tuben Schluss)

Warum tut man das? Wollen die Kunden hinters Licht geführt werden? Wir glauben ganz fest: nein! Wir wollen nicht, nur um “vergleichbar zu sein”, unsere Leistungsangaben um zehn Prozent höher angeben.

Unterstützen Sie uns bei unserer Intitiative “fairer Wettbewerb”!
TWR

Maschinen Bauer sucht Frau - Der Kalender mit eingebauten Weltuntergang

Nun ist er heraus. Der Kalender, der den Weltuntergang am 21.12.2012 berücksichtigt. 8 Paare finden sich zum Thema “Maschinenbauer sucht Frau” zusammen. Parodie auf die Spitze getrieben und - wie schon erwähnt -

der Weltuntergang wird eine Rolle spielen.

Neugierig? Dann melden Sie sich. Vielleicht haben wir noch ein Exemplar auf Lager…

TWR 

|